GELUNGENE PREMIERE

Endmontage für britischen Premium­hersteller

Für den Hersteller aus Großbritannien war es die erste Präsenz auf dem europäischen Festland, für die ROFA AG ein attraktiver Neukunde: Im slowakischen Nitra galt es ein komplett neues Werk zu errichten. Die ROFA AG bewarb sich um den Assembly Shop und gewann. Starkes Ass im Ärmel: die langjährige Expertise in Osteuropa.

 

Fast ein Jahr lang hat es gedauert vom ersten Chemistry Meeting bis zur Vergabe. „Die räumliche Nähe durch unsere Niederlassungen in Polen und Ungarn; die Tatsache, dass wir hier schon für andere namhafte Hersteller Werke ausgerüstet haben – und das attraktive Angebot selbst: Das war ein überzeugendes Gesamtpaket, mit dem wir uns gegenüber dem Wettbewerb durchsetzen konnten“ fasst ROFA AG-Vorstandsmitglied Rainer Lange zusammen.

SYNERGIEN DURCH DIE GRUPPE

Zwar hat die ROFA AG das Projekt in die Gruppe geholt und sie blieb auch die Schnittstelle zum Kunden, doch wie so oft haben mehrere Partner der Gruppe ihre Kompetenzen gebündelt, um alle Gewerke erfolgreich umzusetzen. Die Elektrohängebahnen und die Batterieladung stammen von der ROFA AG, die Skid- und Schubförderer wurden bei MOLL platziert, die Final-Line-Plattenförderer bei ROFA-LEHMER. Die Steuerungstechnik stammt von einem externen Partner, mit dem man sich gemeinsam um den Auftrag beworben hatte. Bei der Konstruktion arbeitete das Stammhaus in Kolbermoor mit den Kollegen aus der ungarischen und der polnischen Niederlassung zusammen.

PERFEKTES TEAMWORK BIS ZUM SOP

Für einen reibungslosen Ablauf von multinationalen Projekten ist die sprachliche Verständigung zentral. Hier trat die ROFA als Brückenbauer zwischen den Briten einerseits und den lokalen Teams andererseits auf. Das von ROFA eingesetzte slowakische Team (Bauleiter und Inbetriebnehmer) konnte mit den zumeist osteuropäischen Montageteams bestens kommunizieren, Richtung Kunde war Englisch die Leitsprache. In den Peak-Zeiten der Montage arbeiteten bis zu 150 Personen auf der Baustelle, um den SOP im 4. Quartal 2018 termingerecht aufzunehmen. Mittels virtueller Inbetriebnahme wurden eventuelle Komplikationen im Vorfeld ausgeräumt und somit ein reibungsloser Anlauf sichergestellt. Das Ergebnis: Grünes Licht für die Ausbringung von 150.000 Einheiten, mit der Option auf deutlich mehr in der Zukunft.

PRÄMIERTE ZUSAMMENARBEIT​

Im Rahmen eines kundeninternen Rankings konnte die ROFA sich von Null in die Spitze der Zuliefererbetriebe katapultieren. „Das ist natürlich eine schöne Auszeichnung für die geleistete Arbeit und zeigt, dass wir bei einem möglichen Folgeprojekt von einer guten Position aus ins Rennen gehen“ freut sich auch Vorstandsmitglied Rainer Lange.

SHOW CASE

Kunde: Premiumhersteller GB

Projekt: Werksneubau in Nitra, Slowakei

Fertigungsbereich: Endmontage (Assembly Shop)

Auftragsvolumen: 35 Millionen Euro

Beteiligte Gruppenunternehmen:

  • ROFA AG (EHB Schwerlast & Türen, Batterieladung)
  • MOLL Automatisierung GmbH (Skid- & Schubanlagen)
  • ROFA-LEHMER (Plattenförderer)

Projektlaufzeit: 12 Monate

PRODUKTE & PERFORMANCE

Schwerlast-EHB KB240:
Länge: 1.400 m
Anzahl Fahrzeuge: 115 Stück
Außerdem: 1 Absenkschiene, Hochzeitsstation
 
Türenanlage:
Länge: 1.450 m
Anzahl Fahrzeuge: 225 Stück
Außerdem: 1 Absenkschiene, 5 Hubstationen
 
Schubplattenanlage: 
Länge: 4 Linien à 130 m
Anzahl Schubplatten (mit Hubtisch): 85 Stück
Außerdem: 50 Hubtische
 
VCATS:
Länge: 110 m (je Anlage)
 
Skid Handling System:
Länge: 240 m
Anzahl: 55 Stück (in 5 Anlagen)
Außerdem: 2 Hubstationen, 2 Hubtische, 2 Drehtische, 2 Umsetzer
 
Plattenband:
Länge: 180 m